Binnenmigration in Afghanistan

Am 18.06.2015 hielt unser Vereinsmitglied Christoph Wenzel einen Vortrag über das Thema seiner Dissertation: Binnenmigration in Afghanistan.

Er gab einen ersten Überblick über Migrationsbewegungen in und aus Afghanistan und verdeutlichte, dass insbesondere das Phänomen der internen Vertreibung in Afghanistan auch heute ein immenses Ausmaß hat. Immerhin wird nach offiziellen Zahlen davon ausgegangen, dass aktuell über 800.000 Menschen aufgrund von Konflikten aus ihrer Heimat vertrieben sind.

Diesen großen, anonymen Zahlen stellte Christoph Wenzel konkrete Schicksale entgegen. Er gab Einblicke in den Alltag von Menschen, die er im Rahmen seiner Forschungsarbeit in Afghanistan getroffen, interviewt und begleitet hat.

Ein helles kleines einfaches Flüchtlingszelt ist vor einer Mauer aufgebaut. Im Vordergrund ein Junge. Hinter der Mauer die oberen Etagen eines komfortablen Neubaus

Flüchtlinge haben ihr Zelt im Schutz einer Mauer aufgeschlagen – einer Mauer, die Armut und Reichtum trennt.

So wurde den Zuhören deutlich, warum Menschen vom Land in die Stadt gehen, was sie darüber erzählen und wie ihr Leben als Neuankömmlinge in der Stadt aussieht. Denn häufig bietet auch die Stadt den oft armen Zuwanderern nur sehr geringe Chancen auf ein besseres Leben.

Ein gemischtes Publikum aus Vereinsmitgliedern und aufgeschlossenen Gästen lauschte den Ausführungen und stellte interessierte Nachfragen – auch dazu wie der Vortragende den Alltag in Afghanistan erlebt hat und wie es für ihn möglich war, dort als Ausländer mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Es kam zu regen Diskussionen, auch über Migration im globalen Kontext.“

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