Photovoltaikanlage für die Gemeinschaftsschule der Mädchen in Shotul

15 Nov

 

Shotul ist einer der 7 Distrikte in den Bergen der Provinz Panjshir. Die Provinz wurde am 13. April 2004 gegründet.  Die Provinz erstreckt sich über 3610 km² und liegt ca. 100 km nordöstlich von Kabul, die Bevölkerung zählt etwa 153.500 Einwohner. Die Bewohner sind überwiegend Tadschiken. In Panjshir wird hauptsächlich Dari gesprochen.

Shotul besteht aus 13 Ortschaften und hat 12.000 Einwohner. Bislang ist der Distrikt  nicht durch den Einfluss der Taliban gefährdet. Die Schule liegt im Zentrum der Ortschaft Deh-e-Kalan. Sie hat 480 Schülerinnen, 16 Lehrer, einen Schulleiter, 2 Sachbearbeiter und einen Hausmeister.

AFGHAN e.V. hat diese Schule rundum instand gesetzt, Baumaßnahmen zum Aufbau einer Photovoltaikanlage auf das Dach der Schule durchgeführt und last but not least die Toiletten restauriert.                                                                                                                                                         Da die Schule auf einem Berg liegt, ist die Photovoltaikanlage sehr windanfällig, andererseits aber ist dies ein sehr günstiger Standort zur Stromerzeugung, so dass der geplante Computerunterricht gesichert ist.

Das Projekt wird von Dr. Aslam M. Nassimi, Dekan an der Fakultät für Sprachen und Literatur an der Universität Kabul in enger Absprache mit AFGHAN e.V. geleitet.

Ohne den großartigen Einsatz von Herrn Nassimi hätte der Verein dieses Projekt nicht „stemmen“ können. Die Mitglieder des Vereins verneigen sich vor seinem Engagement.

Das Dorf unserer neuen Mädchenschule in den verschneiten Bergen von  Deh-e-kalan („Mitteldorf“)  Distrikt Shotul in der der Provinz Panjshir.

Nicht nur der Winter hinterlässt an der Schule seine Spuren. Oben auf dem Berg gelegen, bietet sie große Angriffsfläche für jedes Wetter.

Der Rundweg um die Schule trug nicht mehr….

     

Das Fundament des Schulgebäudes wurde durch die Sanierung des Rundwegs um die Schule (Stein und Zement) und die Verbreiterung auf 40 cm stabilisiert. Zusätzlich wurde ein gebrochener Stützpfeiler erneuert.

… und fertig!

 

 

Zufahrt zur Schule?

Jetzt gibt es nicht nur eine Zufahrt, sondern auch einen Schulhof für die Mädchen.

Der Zustand in den Klassenräumen:                                                                                      durchfeuchte Wände

Der Fußboden wurde betoniert, die Wände der Klassenräume wurden verputzt: Eine umfangreiche Nachbehandlung und 3-4 Anstriche, aber erfolgreich!

Die Toiletten waren in einem unwürdigen Zustand. Zunächst wurde eine Grube für den Septiktank gegraben. Dann…..

    wurde das Dach mit Isogam und Beton wetterbeständig gemacht, der Fußboden mit Zement saniert und die Wände innen und außen gestrichen.

Das ganze Schuldach wurde zunächst außen herum mit Zement saniert, dann mit Isogam und Beton (10-20 cm) abgedichtet. Dann wurde von einem Fachmann geprüft ob es für den Aufbau der geplanten 15 Module samt Unterbau sowohl statisch als auch wetterbedingt gesichert ist (Ballastverteilung).
Der Ingenieur, Spezialist für Solaranlagen (3.  von links) liegt selbst Hand an und…

…..die Sonne geht an die Arbeit, gut so! ☀️

Zu guter Letzt: Ohne den Modulwechselrichter geht gar nichts: Er schaltet von Gleichstrom auf Wechselstrom. Der Ingenieur hat alles im Griff.…

 

Der räpresentative Haupteingang nach der Renovierung:
 Nun, nach Fertigstellung aller Sanierungsarbeiten und der Photovoltaikanlage ist es Zeit für einen Besuch durch die Regierungsvertreter der Provinz Panjshir.

 

Im November 2018 erhielt Herr Nassimi im Parlament in Kabul für sein                        „Engagement im Bildungswesen Afghanistans“ eine besondere Auszeichnung.